Die Neuvermessung der Welt heisst es im Untertitel des neuen Buches von Robert Habeck. Was hier neu vermessen wird, ist die geopolitische Wirklichkeit. Der ehemalige deutsche Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz blickt auf die Arktis. Die schwindenden Eisflächen sind hier nicht mehr nur Symbolbild der Klimakatastrophe, sondern auch der Austragungsort von neuen Machtkämpfen. Denn wo das Eis schmilzt, entstehen auch neue Schifffahrts- und Handelsrouten, die imperiale Fantasien wecken. Robert Habeck beschreibt in Arctic Meltdown die Geschichte der Arktis, erzählt von den Menschen, die dort leben, und blickt hinter die Kulissen der Weltpolitik. Dabei geht er auch der Frage nach, wie liberale Demokratien Krisen überstehen und Probleme lösen können.