Volkshaus
Galeriesaal

Ann Cotten: Poller

Wofür ist ein Poller gut? Je nach Perspektive stört er, steht – manchmal windschief – im Weg herum oder ist eine Einladung, stehen zu bleiben. Er kann ein Hindernis sein und ein Schutz, eine Begrenzung oder ein Ruhepol. In Ann Cottens neuem Gedichtband ragen verschiedenste Ausformungen der namensgebenden Poller in die Texte. In den Gedichten geht es um unsere handfeste Gegenwart, um Sozialpolitik und Klima, um Vorstellungen von Geschlecht, um öffentliche Orte und idyllische Landschaften und darum, wie sie die Schieflagen unserer Gegenwart kaschieren. «Wie man sich pflanzt, so lügt man» – so steht es hinten auf dem Buch. Poller ist eine Einladung, um die Ecke zu schauen, unter den Strich zu blicken und zum unbequemen Denken in der Poesie.