Schweizer Buchpreis
Sarah Elena Müller: Unwucht
Unendlich oft hat Alice gewartet, auf Rio, auf einen Anruf von ihm, auf ein Zeichen. Sie hatten sich im Kunststudium kennengelernt. Nun verliert er sich in kleinkriminellen Machenschaften und in seiner Drogensucht. Sie jobbt als Kellnerin, klammert sich an unfertige Liebeslieder und will nicht sehen, was die Freundinnen schon lange erkennen: Sie muss weg von ihm. Sieben Jahre später steht Alice vor Rios Tür und will nochmals mit ihm reden. Sie schreibt an einem Buch über die gemeinsame Zeit, um ihre Geschichte zu verstehen. Aber was kann man, was darf man erzählen? Mit Witz und sprachlicher Wucht erkundet die Autorin in Unwucht die Abhängigkeit innerhalb einer Beziehung und die Verstrickungen einer heillosen Liebe.