sinthujan varatharajah: wo zeit stehen bleibt
Im poetisch-politischen Essayband wo zeit stehen bleibt erkundet sinthujan varatharajah den modernen Tourismus als kulturelle Praxis und legt die Machtverhältnisse offen, die sich in jeder Bewegung einschreiben. Denn was für die einen eine Reise ist, bleibt für andere eine unüberwindbare Grenze. In essayistischen Miniaturen, Beobachtungen und Reflexionen führt sinthujan varatharajah durch Flughäfen, Grenzübergänge und touristische Orte. Dieser Text ist ebenso poetisch wie widerständig: Er verweigert einfache Erklärungen und eröffnet stattdessen neue Perspektiven auf Mobilität, Begegnung und Berührung und entlarvt zugleich die kolonialen Ordnungen, die unsere Gegenwart bis heute prägen.