Christoph Keller
Christoph Keller, in der Schweiz geboren, in Perú aufgewachsen, ist Schriftsteller, Reporter und Podcaster. Er arbeitete lange Jahre unter anderem für DAS MAGAZIN, war zuerst Redakteur, dann Redaktionsleiter bei SRF2Kultur. Seine Romane spielen zwischen Mittelmeer, Lateinamerika und in der Schweiz. Sein letzter Roman, Afrika fluten, handelt von einem Schweizer Ingenieur, der Teile Afrikas unter Wasser setzen wollte, um Strom zu gewinnen; sein nächster Roman handelt von der Zukunft. Christoph Keller schreibt zudem für REPORTAGEN und die WochenZeitung, er produziert seine Podcasts auf der Plattform podcastlab.ch; er ist zudem Mitglied der Programmkommission der Solothurner Literaturtage.
Stand: Oktober 2025
Veranstaltungsarchiv
Freitag, 18.11.2022
Volkshaus
Shelly Kupferberg: Isidor
Shelly Kupferberg zeichnet in ihrem Debüt Isidor – Ein jüdisches Leben (Diogenes, 2022) nicht nur ein Stück jüdische Geschichte nach, sondern auch die ihrer Familie: das Leben ihres Urgrossonkels Isidor als ein schillerndes, tragisches und komisches Repertoire an Erzählungen. Irgendwann ist er Opernfreund und Multimillionär, aber was geschah davor? Was sind die Szenen und Arien seines Lebens? Und was bleibt von einem Menschen übrig, wenn er tot ist? Anhand von Briefen, Dokumenten und Fotos skizziert Kupferberg die Geschichte Isidors und jener Menschen, die mit ihm gemeinsam durchs Leben gingen. Es ist die Geschichte eines Mannes, der sich lange Zeit unantastbar fühlte; vom grauen Alltag und von Nationalsozialist*innen. Berührend gibt die Autorin dieser Perspektive jene Eigenständigkeit, die ihr zusteht.
Autorin: Shelly Kupferberg
Moderation: Christoph Keller
Freitag, 17.11.2023
Manor
free
Schaufensterlesungen in der Greifengasse
Im Manor-Schaufenster bekommen Sie am Freitag, November ab 16 Uhr mitten im Abendverkauf ausgewählte Texte von Festivalautor*innen präsentiert. Die Veranstaltung findet draussen statt.
Es lesen:
16 Uhr
Christoph Keller: Afrika fluten
16.20 Uhr
Carlo Leone Spiller: In Wahrheit war es schön
16.40 Uhr
Nina Kunz: Kolumnen und Essays
17 Uhr
Deniz Utlu: Vaters Meer
17.20 Uhr
Mina Hava: Für Seka
Autor: Christoph Keller
Autor: Carlo Leone Spiller
Autorin: Nina Kunz
Autor: Deniz Utlu
Autorin: Mina Hava
Samstag, 18.11.2023
space25
Christoph Keller: Afrika fluten
Ausgehend von einem Manuskriptfund im Deutschen Museum in München, hat Christoph Keller einen beunruhigenden Roman geschrieben: Afrika fluten. Darin macht sich Lovis auf eine Reise rund ums westliche Mittelmeer. Und, auf den Spuren von Bruno Siegwart, zurück in die 1930er-Jahre. Siegwart, ein unverdrossener Schweizer Ingenieur, hat sich dem gigantischen Projekt Atlantropa verschrieben. Der Erfinder dieser Utopie, der deutsche Architekt Herman Sörgel, wollte das Mittelmeer absenken, um für Europa Strom zu gewinnen. Unaufgefordert lieferte ihm Siegwart die Berechnungen dafür und ergänzte seinen Plan mit der Idee, Teile von Afrika zu fluten. Als Lovis ihn aufstöbert und mit Fragen bedrängt, verschanzt sich Siegwart hinter seinem Glauben an die Technik.
Autor: Christoph Keller
Moderatorin: Monika Schärer
Volkshaus
Ich – Das Individuum und die Gesellschaft
Wie können wir angesichts drängender Herausforderungen wie dem Klimawandel und wachsender Ungleichheit ins Handeln kommen – als Individuen und als Gesellschaft? Welche Verantwortung liegt bei uns als Individuen, wo aber muss die Politik die Wirtschaft in die Pflicht nehmen und kapitalistischen Logiken entgegenwirken? Was sind wirksame Formen der politischen Teilhabe und des Aktivismus, wenn die demokratischen Prozesse zu träge scheinen? Und können wir überhaupt von einer demokratischen Gesellschaft sprechen, wenn ein Viertel der Bevölkerung kein politisches Mitspracherecht hat? Die Autorin Şeyda Kurt, die Klimaaktivistin Cécile Bessire und der Soziologe Ueli Mäder beleuchten mit Christoph Keller das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft aus verschiedenen Perspektiven.
Das Podium zum Nachhören:
Ich – Du –Wir? Radio X haben BuchBasel-Autor*innen gefragt! Erkennst Du die Stimmen?
Klimaaktivistin: Cécile Bessire
Autor*in: Şeyda Kurt
Soziologe: Ueli Mäder
Moderator: Christoph Keller
Samstag, 15.11.2025
Volkshaus
Schweizer Buchpreis
Melara Mvogdobo: Grossmütter
Dieser Roman handelt von zwei Grossmüttern, die in ganz unterschiedlichen Welten leben und doch viel gemeinsam haben. Die eine stammt aus einer armen Schweizer Bauernfamilie, die andere aus einer wohlhabenden Familie in Kamerun. Als junge Frauen haben sie Träume. Sie heiraten, werden gedemütigt und spüren die engen Grenzen, die das Patriarchat ihnen setzt. Doch irgendwann ist der Punkt erreicht, wo sie sich zur Wehr setzen. In einer überraschenden Parallelführung zweier Leben zeigt Melara Mvogdobo das, was Frauen über Kulturen und Kontinente hinweg verbindet. Das Buch besticht durch die knappe, messerscharfe und zugleich bewegende Sprache ebenso wie durch seine überzeugenden Milieuschilderungen.
Deutsch
Autorin: Melara Mvogdobo
Moderator: Christoph Keller